Sonntag, 13. August 2017

Autorenwahnsinn Teil 2

Hier der 2. Teil mit Antworten auf die Challenge #Autorenwahnsinn!

Tag 7 - Wo schreibst du bei gutem Wetter?
Meine Lieblingsfrage:


 
Tag 8 - Dein Sommer-Soundtrack?
Mein All-time-favorite - The Boys of Summer hat mich sogar zu einer Kurzgeschichte inspiriert. Aber auch Procol Harum oder Led Zeppelin passen für mich gut zum Sommer
https://vimeo.com/214448651


Tag 9 - Stelle deine Lieblingsbuchhandlung vor.
Als begeisterte eBook-Leserin habe ich die nicht, sondern versorge mich über verschiedene Shops. Und zuvor fand ich meinen Lesestoff eher in der Bücherei als im Laden. Aber um die Frage doch zu beantworten, habe ich etwas altes ausgegraben: http://schmerzwach.blogspot.de/2013/05/meine-lieblingsbuchhandlung-mit-jana.html


Tag 10 - Woran hast du August 2016 geschrieben?
Fast hätte ich sagen können, das selbe wie dieses Jahr, Marek. Aber genaues Blättern in meinen Schreibheften sagte mir, nein, erst im September. Im August war ich wohl mit den Übersetzungen beschäftigt.
http://montechiaro.blogspot.de/2016/08/ubersetzungen-ins-englische.html


Tag 11 - Zeige eine besondere Widmung!
Hier eine ganz bezaubernde von Jobst Mahrenholz, auch wenn ich sie nur halb entziffern kann



Tag 12 - Abkühlung gefällig? Wie wäre es mit einem erfrischenden Zitat?
Ich habe mich für eine Poolszene entschieden :-D

 
***Der nächste Morgen brach ebenso schön und sonnig an, wie die vorangegangenen. Marek fühlte sich ausgeruht. Er bereitete das Frühstück vor, während Tomek ein paar Ideen notierte. Auf der Terrasse war es schon heiß und nach dem Frühstück sagte Tomek: »Wir können uns an den Pool setzen.«
»Hier gibt es einen Pool?«
»Ja, aber erwarte nicht zu viel. Ich zeige es dir.«
Marek ging sich umziehen und als er in der Badehose zurückkam, glitt Tomeks Blick mit einem Glitzern über seinen Körper. Er selbst zog sich nur sein Shirt über den Kopf. Sein Oberkörper war ebenso wohlgeformt wie seine Beine, schlank und nur leicht von Muskeln gezeichnet. »Komm.« Tomek ging die Auffahrt hinunter, verschwand dann aber zwischen Büschen. Marek folgte ihm über ausgelegte Steinplatten den Hang hinunter, der Weg war steil und wand sich. Schließlich gelangten sie zu einem kleinen Pool zwischen Sträuchern. Die Kacheln waren weiß mit blauen Ranken darauf, die sich reliefartig abhoben.
»Sehr idyllisch.«
»Ja, die Kacheln sind von einem anderen Anwesen.«
Der Pool war wirklich reizvoll, er hatte nur einen Nachteil – es befand sich kein Wasser darin. Eine einzelne Liege stand am Rand, das Holz verblichen, die Auflage fadenscheinig.
»Ähm, und nun?«, fragte Marek.
»Wenigstens ist es schattig.« Tomek setzte sich auf die Liege und klopfte neben sich. Marek ließ sich nieder und lehnte sich mit angezogenen Beinen an.
»Die Fliesen sind wirklich fantastisch. Kosten sicher ein Vermögen.«
»Hm.« Tomek rutschte ein Stück näher.
»Warte.« Marek streckte die Beine aus und umschloss ihn. So saßen sie und schauten in den leeren Pool, an dessen Grund eine Pfütze brackigen Wassers stand.

***

Tag 13 - Book & Breakfast! Zeig uns, wie du deinen Sonntagmorgen beginnst. Zufälligerweise mit einem guten Buch und einem leckeren Frühstück?
*Natürlich lese ich beim Frühstück nicht - irgenwann muss man ja mal an die Partnerschaft denken, muss bei einer Autorinzu oft leiden ... Sonntags gibt es ein Ei. Ansonsten ist das Foto nicht von heute, aber als Autorin soll man ja gut träumen können :-D
Und heute mal ein Dank an alle, die meinem Autorenwahnsinn treu sind!   


 

Mittwoch, 9. August 2017

Rezension zu Opiumschwaden von Raik Thorstad

Mit ihrem neuesten Roman "Opiumschwaden - Der Mörder von St. Audrey" wendet sich die vielseitige Raik Thorstad einem neuen Genre zu - einem historischen Krimi mit Schauerelementen, verbunden mit einer Liebesgeschichte und auch einem Coming out. Klingt verrückt? Funktioniert aber.
Obendrein ist das ganze in die Form eines Briefes oder Buches, an den besten Freund gerichtet, gekleidet, aber auch das gelingt und macht die Erzählung nicht schwerfällig. Gelegentliche philosophische Einschübe hemmen etwas das Tempo, sind aber kurz und passen zu der Erzählform. Die Sprache bleibt dabei überwiegend stimmig in der Zeit des 19. Jahrhunderts. Wie detailliert man in dieser Zeit selbst einem engen Freund sexuelle Details geschrieben hätte, sei dahingestellt, reißt aber nicht aus der erzählerischen Illusion.

Besonders die Figur des Kobold wirkt sehr interessant, lebendig und changiert zwischen verschiedenen Seiten. Aber auch der Protagonist Benjamin kann mit seinem ehrlichen, bodenständigen Charakter Sympathie gewinnen. Ihre Liebesgeschichte kommt überzeugend und spannend daher. Gegen Ende wird dann leider ein großer Zeitraum mit viel Entwicklung nur kurz zusammengefasst, was sicher für den Spannungsbogen nötig ist, aber doch schade und diesen Teil ein wenig unbefriedigend enden lässt. Gerade die Figur Kobold bleibt hier etwas blass und nimmt für mein Empfinden keine ihrer Persönlichkeit angemessene Entwicklung mehr. Dies betrifft jedoch nur das letzte Kapitel und kann auch den Gesamteindruck nicht verderben.


Ein Hingucker ist natürlich das stimmungsvolle und sehr passende, von Cassandra Kramer gestaltete Cover, das noch vom Incubusverlag, in dem der Roman ursprünglich erscheinen sollte, übernommen ist. Schön hätte ich es gefunden, wenn auch in die Gestaltung des Buchsatzes noch ein paar Elemente alter Buchgestaltung eingeflossen wäre, z.B. eine schöne Gestaltung der Kapitelanfänge. Vielleicht wird dies ja in der Printausgabe umgesetzt.

Die Geschichte weiß ebenso mit Spannung mitzureißen, wie mit einer bildlichen, stimmungsvollen Athmosphäre und lebendigen Figuren. In jedem Fall ein gelungener, sehr lesenswerter und ungewöhnlicher Roman, mit dem Raik Thorstad erneut ihr schreiberisches Können zeigt.
 
Interview mit Raik Thorstad von 2016
Autorenblog

Cursed Verlag 2017
398 Seiten, eBook 7,49 €, Taschenbuch 10,95 €

Sonntag, 6. August 2017

Autorenwahnsinn Woche 1

Da es Spaß macht, nehme ich an der Sommer-Challenge #Autorenwahnsinn teil. Jeden Tag im August gibt es eine andere Aufgabe/Frage: http://schreibwahnsinn.de/challenge-31-tage-autorenwahnsinn-sommeredition/
Hier auf dem Blog werde ich die Antworten wöchentlich zusammenfassen, täglich erscheinen sie auf meiner fb-Autorenseite.

Tag 1 - Woran schreibst du diesen Sommer? Die bildliche Antwort:



Frage 2 - Schreibziele für den August - Tja, wenn nach Rasen mähen, Fensterstreichen und meinem Hauptjob noch Zeit ist, prüfe ich die Übersetzung von "Benjamins Gärten" 🌾 ins Englische (unglaublich, die ist wirklich fertig geworden) und will mit "Marek" ein gutes Stück weiterkommen.

Tag 3 - Wo verbringst du den Sommer?
Momentan noch hier: ... aber im September auch im Süden

  
Tag 4 - Es ist Sommer! Wir wünschen uns ein sommerliches Zitat aus deinem Manuskript!
Nichts leichter als das, es spielt ja (bisher) im Sommer.
***
An dem weiten Strand waren nur noch wenige Menschen, die Liegestühle zusammengestellt. Die Sonne ging hinter den Hügeln unter, färbte die Wellen leicht ein. Die Luft war noch warm und Marek atmete tief ein.
»Herrlich hier«, sagte Tomek, während er sich umsah. Marek nickte nur. Sie gingen ein Stück am Strand entlang, der einen weiten Bogen beschrieb. Weg von der Stadt, bis sie alleine waren. Sie legten die Decke in den Sand, sie waren heute genug gelaufen. Tomek zog seine Segelschuhe aus, krempelte die Hosen hoch. Er tat es ihm nach und sie traten ans Wasser, ließen ihre Füße von den Wellen umspielen, es war ruhig und friedlich, nur fern hörte man den Trubel der Stadt. Möwen kreischten auf, zogen eine Runde, ließen sich auf einem Felsen nieder. Das Licht schwand jetzt schnell. ***


Tag 05 - Wenn du mit deinen Protagonisten in den Urlaub fahren könntest … Welcher von ihnen würde dich begleiten? Wohin geht es?
Hm, Urlaub ist schon mal gut. Nach Italien, ist ja klar. Mit wem, ist mir dann relativ egal. Anna wäre sicher eine gute Begleitung :-)




Frage 6 - Welches Sommerbuch einer Kollegin kannst du aus vollem Herzen empfehlen?
Für mich das wunderbarste Sommerbuch:



Montag, 24. Juli 2017

Die schlechtesten Rezensionen

Wie jeder Autor liebe ich es ja, die schönsten Sätze aus Rezensionen zu zitieren. Ich stelle sie auf meine Homepage zu den Büchern oder poste sie. Und da sind wirklich ein paar umwerfende Einschätzungen dabei.


Aber man soll ja nicht so einseitig sein - darum hier die Highlights aus allen negativen Rezensionen. Zur gefälligen Warnung für all zu leichtgläubige Leser.
Ich möchte das gar nicht einzelnen Büchern zuordnen (manche habe nur eine negative Rezi), sondern einfach in seiner geballten Sammlung wirken lassen. (alle Rechtschreibfehler sind original)

1* Ich muss ehrlich sagen, nach der ersten Seite war ich gelangweilt. Das Gefühl verstärkte sich mit jeder Seite. Der Schreibstil ist wirklich nicht mein Fall, es macht den Eindruck, als würde sich selbst der Autor damit quälen. 

Na, das ist doch schon ein schöner Anfang. Von der selben Verfasserin stammt übrigens diese Einschätzung zum selben(!) Buch, die ihr 2**  wert war: Für zwischendurch reicht es allemal, für mehr aber auch nicht.

2** Leider zu wenig Tiefgang! (...) Sorry, aber ich habe von Autoren, die bisher ausser in einschlägigen Foren noch nichts veröffentlicht haben, weitaus Besseres gelesen!

Dem schließt sich jemand mit 3*** an: Wirklich zu wenig Tiefgang (...) es bleibt immer der Eindruck, dass hier eine gewisse Distanz, Kälte und Gefühllosigkeit im Raume steht. Wo bleibt die Warmherzigkeit bei einer solchen Liebesgeschichte ? Vielleicht sollte man sich bei anderen Autoren etwas Nachilfeunterricht geben lassen ?!

Ich gebe zu, ich habe mir bis heute keinen Nachhilfeunterricht und keine Anleitung von Fanfiction eingeholt. (Weiterbildungen habe ich besucht, bevor ich veröffentlicht habe.)

Wenig Einigkeit herrscht dagegen bei einem anderen Buch (jeweils 3***):
Schöner Schreibstil (...) aber leider zu kindliche Charaktere >< Geschichte ok, Stil naja

Nun aber zum richtigen Highlight. Hier weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll:

1* Bis zur Unerträglichkeit reduzierte Unfähigkeit (...) es unterstreicht die Emotionsarmunt der Personen (und möglicherweise auch der Autorin) Auch hier entsteht der Eindruck, der Autorin fehlt jeder Sinn, über etwas zu schreiben, was sie am eigenen Leibe nie erfahren wird. Die Betrachtung der anderen "Werke" von Fr. Walther bestärken mich jedoch in der Ansicht, dass sie keine Ahnung davon hat und besser die Finger davon lassen sollte.

Wer jetzt noch nicht gewarnt ist, den kann man wohl nur noch mit grenzenloser Langeweile warnen:

2** Das Buch ist zwar kurz, zieht sich aber dennoch. In nahezu jedem Kapitel werden ausschweifend immer die gleichen (wenig beeindruckenden) Landschaften des dörflichen Schauplatzes beschrieben, (...) Schade, denn damit werden die Seiten überwiegend gefüllt. So plätschert die Geschichte ruhig dahin und endet ebenso zahm (ein Wunder bei teilweise expliziter Erotik) wie sie beginnt.

(Nicht das hier jemand auf die falsche Fährte gelockt wird: die Erotikszenen sind eher angedeutet als explizit)

2** Die Sätze sind sehr kurz und werden ohne Verbindungswörter aneinandergereiht. So fiel mir das flüssige lesen leider schwer. (...) Trotz aller Kritik mochte ich die Atmosphäre des Buches. Das Sommergefühl, draußen sein, die Gärten und die Natur.

Naturgemäß gehen bei letzterem die Meinungen auseinander: 2** Auf rund 150 Seiten versucht der Autor immer und immer wieder Atmosphäre zu erzeugen. Gärten, Gräser, Türen, Häuser und ähnliches werden schier endlos dazu bemüht. Schnell machte sich daher Langeweile bei mir breit.  



Mein Liebling, einer Interpretation in einer 2*-Rezension auf Goodreads ist leider gelöscht. Hier wurde angemerkt, dass Benjamin und David im (Apfel)garten eine symbolische Anspielung auf Adam und Eva sei, was schlecht gefunden wurde. Benjamin und David im Paradiesgarten - hm, eine wirklich schöne Idee - wäre ich nur nie drauf gekommen :-D

Mittwoch, 19. Juli 2017

Buchrezensionen

In letzter Zeit gingen einige schöne Rezensionen ein, die ich hier vorstellen möchte.


Die Sommer-Anthologie wurde auf lesenliebenträumen von Sabrina Eikermann rezensiert und von Mimi Becker auf ihrem Traumfängerblog:


>>"Sein schönster Sommer" ist definitiv mein Sommerbuch 2017!<<

Eine weitere Besprechung findet sich auf Lovelybooks vom Marstraveller:

>>Die zehn Geschichten dieser Anthologie sind so facettenreich und bunt wie ein Strauß Sommerblumen. Die Herausgeberin hat eine fein abgestimmte Mischung verschiedener Genres und Stilrichtungen kombiniert, an der jeder Liebhaber kurzer Erzählungen seine Freude haben wird.<<

 Vielen herzlichen Dank dafür!


Phillip & Christoph haben eine tolle Rezension von Justin C. Skylark auf Lovelybooks bekommen!



>>Ich musste ab und zu schmunzeln, denn die Aktionen wirken wie aus dem Leben gegriffen, verlieren nicht an Ernsthaftigkeit und Erotik, sie lesen sich locker und leicht, ohne sich aufzudrängen und hinterlassen das Gefühl: "Ja, das war gut".<<


Und last but not least hat mir Jobst Mahrenholz eine wunderbare, persönliche Rezension zu "Im Zimmer wird es still" geschenkt.

>>Denn diese einfachen, beiläufigen Handlungen sind es, die durch ihre präzise, emotionslose Beschreibung eine verstörende Intimität erzeugen. Das ist der Autorin unfassbar gut gelungen.<<