Montag, 24. Juli 2017

Die schlechtesten Rezensionen

Wie jeder Autor liebe ich es ja, die schönsten Sätze aus Rezensionen zu zitieren. Ich stelle sie auf meine Homepage zu den Büchern oder poste sie. Und da sind wirklich ein paar umwerfende Einschätzungen dabei.


Aber man soll ja nicht so einseitig sein - darum hier die Highlights aus allen negativen Rezensionen. Zur gefälligen Warnung für all zu leichtgläubige Leser.
Ich möchte das gar nicht einzelnen Büchern zuordnen (manche habe nur eine negative Rezi), sondern einfach in seiner geballten Sammlung wirken lassen. (alle Rechtschreibfehler sind original)

1* Ich muss ehrlich sagen, nach der ersten Seite war ich gelangweilt. Das Gefühl verstärkte sich mit jeder Seite. Der Schreibstil ist wirklich nicht mein Fall, es macht den Eindruck, als würde sich selbst der Autor damit quälen. 

Na, das ist doch schon ein schöner Anfang. Von der selben Verfasserin stammt übrigens diese Einschätzung zum selben(!) Buch, die ihr 2**  wert war: Für zwischendurch reicht es allemal, für mehr aber auch nicht.

2** Leider zu wenig Tiefgang! (...) Sorry, aber ich habe von Autoren, die bisher ausser in einschlägigen Foren noch nichts veröffentlicht haben, weitaus Besseres gelesen!

Dem schließt sich jemand mit 3*** an: Wirklich zu wenig Tiefgang (...) es bleibt immer der Eindruck, dass hier eine gewisse Distanz, Kälte und Gefühllosigkeit im Raume steht. Wo bleibt die Warmherzigkeit bei einer solchen Liebesgeschichte ? Vielleicht sollte man sich bei anderen Autoren etwas Nachilfeunterricht geben lassen ?!

Ich gebe zu, ich habe mir bis heute keinen Nachhilfeunterricht und keine Anleitung von Fanfiction eingeholt. (Weiterbildungen habe ich besucht, bevor ich veröffentlicht habe.)

Wenig Einigkeit herrscht dagegen bei einem anderen Buch (jeweils 3***):
Schöner Schreibstil (...) aber leider zu kindliche Charaktere >< Geschichte ok, Stil naja

Nun aber zum richtigen Highlight. Hier weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll:

1* Bis zur Unerträglichkeit reduzierte Unfähigkeit (...) es unterstreicht die Emotionsarmunt der Personen (und möglicherweise auch der Autorin) Auch hier entsteht der Eindruck, der Autorin fehlt jeder Sinn, über etwas zu schreiben, was sie am eigenen Leibe nie erfahren wird. Die Betrachtung der anderen "Werke" von Fr. Walther bestärken mich jedoch in der Ansicht, dass sie keine Ahnung davon hat und besser die Finger davon lassen sollte.

Wer jetzt noch nicht gewarnt ist, den kann man wohl nur noch mit grenzenloser Langeweile warnen:

2** Das Buch ist zwar kurz, zieht sich aber dennoch. In nahezu jedem Kapitel werden ausschweifend immer die gleichen (wenig beeindruckenden) Landschaften des dörflichen Schauplatzes beschrieben, (...) Schade, denn damit werden die Seiten überwiegend gefüllt. So plätschert die Geschichte ruhig dahin und endet ebenso zahm (ein Wunder bei teilweise expliziter Erotik) wie sie beginnt.

(Nicht das hier jemand auf die falsche Fährte gelockt wird: die Erotikszenen sind eher angedeutet als explizit)

2** Die Sätze sind sehr kurz und werden ohne Verbindungswörter aneinandergereiht. So fiel mir das flüssige lesen leider schwer. (...) Trotz aller Kritik mochte ich die Atmosphäre des Buches. Das Sommergefühl, draußen sein, die Gärten und die Natur.

Naturgemäß gehen bei letzterem die Meinungen auseinander: 2** Auf rund 150 Seiten versucht der Autor immer und immer wieder Atmosphäre zu erzeugen. Gärten, Gräser, Türen, Häuser und ähnliches werden schier endlos dazu bemüht. Schnell machte sich daher Langeweile bei mir breit.  



Mein Liebling, einer Interpretation in einer 2*-Rezension auf Goodreads ist leider gelöscht. Hier wurde angemerkt, dass Benjamin und David im (Apfel)garten eine symbolische Anspielung auf Adam und Eva sei, was schlecht gefunden wurde. Benjamin und David im Paradiesgarten - hm, eine wirklich schöne Idee - wäre ich nur nie drauf gekommen :-D

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