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Freitag, 16. Januar 2015

Autoreninterview mit Dennis Stephan

Hier nun schon das Fünfte Autoreninterview auf meinem Blog, diesmal mit dem jungen Berliner Autor Dennis Stephan. Wir lernten uns bei der Buchvorstellung von Mein schwules Auge 10 kennen und tauschen uns regelmäßig über die Untiefen des Autorendaseins aus.

Dennis Stephan wurde im 1989 in Berlin geboren, wo er immer noch lebt. Im Herbst 2013 erschien sein Debütroman Der Klub der Ungeliebten im Incubus-Verlag. Außerdem veröffentlichte er die Kurzgeschichten Mir die Welt und Der Preis der Freiheit in der Anthologie Mein Schwules Auge 10/11.
Privat der Belletristik zugewandt, arbeitet Dennis Stephan im journalistischen Sektor der Publikumszeitschriften, seit August 2012 ist Dennis Stephan als freier Mitarbeiter für das Männermagazin VANGARDIST in Wien redaktionell tätig.


Was motiviert Dich, Bücher zu schreiben?
Ich weiß nicht. Ich glaube, es ist mehr eine innere Motivation, so was Eigennütziges. Ich schreibe, über die Dinge und Themen, die mich bewegen, die mich beschäftigen, mir Kopfschmerzen bereiten oder Herzschmerz. Ich hab das Gefühl, mit diesen Dingen besser umgehen zu können, wenn ich sie aufschreibe.

Trifft das auch auf Deinen Debütroman zu? Wie ist die Entstehungsgeschichte von Der Klub der Ungeliebten?
Die geht zurück auf eine Phase in meinem dailysoapartigen Leben, in der ich mich zum ersten Mal Hals über Kopf in einen anderen Mann verliebte. Eine unglaublich aufregende Zeit war das – mit wabbeligen Beinen und Sprachhemmungen und gedanklichen, zur Eigenheimgründung gepackten Umzugskartons. Meine Cousine war in dieses ganze Liebeschaos involviert und um diesem ganzen Schlamassel irgendetwas produktives abgewinnen zu können, begann ich damit, eine Geschichte zu schreiben – über zwei junge Menschen in Berlin, die sich verstehen wie Pat und Patachon, obwohl sie nicht unterschiedlicher sein können. Nach und nach wurden Figuren gestrichen, Handlungsorte umgebaut, neue Charakter und Themen dazu: eine alte Dame, die als verrückt abgestempelt, aber eigentlich nur missverstanden wird; ein übereifriger Liebhaber, dessen Zuneigung Formen von Obsession annimmt; und der selbst instabile Prinz, der schließlich das Herz der hochnäsigen Prinzessin für sich gewinnt.

Und wie lange hast Du daran geschrieben?
Das Schreiben des „Klub der Ungeliebten“ hat ungefähr vier Jahre in Anspruch genommen, bis er dann veröffentlicht wurde verging noch einmal ein Jahr – das macht dann insgesamt fünf, was nicht gerade wenig ist für so einen kurzen Roman. Ich denke aber, dass diese Zeit wirklich sehr wichtig für das Buch und für mich selbst war, weil ich mich in diesen fünf Jahren so stark entwickelt habe, dass all die Unsicherheiten, Ängste und Hoffnungen, genauso wie die Stärken und Zuversichten, die man zwischen 19 und 24 durchlebt, die Möglichkeit hatten, die Charaktere mitzuformen. Hat dieser Satz jetzt Sinn ergeben?

Natürlich – also bist Du 1989 geboren. Warum hast Du die 90er Jahre für Deinen Roman gewählt und wie hast Du das Flair dieser Zeit so gut einfangen können?
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob mir das wirklich so gut gelungen ist. (lacht) Ich hab so im Nachhinein das Gefühl, das ich eine Stadt erschaffen habe, die es zu dieser Zeit – also in der Mitte der Neunziger – noch gar nicht so gab, wie ich sie mir vorgestellt habe. Aber das ist letztlich auch okay, es ist Fiktion, und ich nenne nie den Namen der Stadt, in der Adam und Coralie leben und lieben. Die Neunziger habe ich gewählt, weil ich keinen Bock darauf hatte, dass meine Protagonisten sich über Smartphones verabreden oder via WhatsApp kommunizieren. Die ganze neue Informationstechnologie hat vieles erleichtert, aber auch vieles kaputt gemacht. Meine Charaktere haben wirklich Zeit für einander, sie nehmen sich die Zeit für einander, um miteinander auf dem Dach ihres Hauses Gin Tonic zu schlürfen oder mit ihrer Nachbarin über den Sinn des Lebens zu diskutieren. Ich hatte das Gefühl, die ganze Geschichte hätte nicht funktioniert, wenn ich ihr nicht all diese technischen Spielereien geklaut hätte. Außerdem bin ich ein großer Fan der modischen 80er und 90er Jahre – Beverly Hills, 90210, love it! (lacht)

Anders gefragt – wie verdammt hast Du in Deinen jungen Jahren einen solch komplexen und einzigartigen Roman hinbekommen?
Erst einmal vielen Dank für die Blumen. Was den Roman einzigartig macht, bin glaub ich weniger ich oder mein Alter, als vielmehr die Leser, die den Roman für sich interpretieren und auslegen. Nicht jeder hält den Roman für so einzigartig, sondern rät mir eher dazu, lieber Malbücher zu gestalten … Ich glaube, Liebe oder generell alle zwischenmenschlichen Emotionen sind niemals einfach. Liebe und Freundschaft sind immer komplex, immer variable und nie konstant, das ist auch das Schöne an ihnen. Ich wehre mich manchmal dagegen, wenn jemand den Klub der Ungeliebten als Liebesroman bezeichnet, obwohl derjenige da ja durchaus recht hat. Es ist ein Roman über Liebe, über all ihre Facetten. Vor allem darüber, dass Liebe eben nicht nur schön und angenehm ist, nicht nur aus Palmen und Flitterwochen besteht, sondern auch wehtut, komische Dinge mit uns anstellt und uns auch verändert. Ich denke, das begreifen die Leser am Ende des Buches, dass selbst der scheinbar größte Verrat von der bedingungslosesten Liebe angetrieben sein kann.

Wie viel an persönlichen Erlebnissen ist in Der Klub der Ungeliebten eingeflossen?
Nenn mir eine Stelle, die du gern auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen würdest, und ich versuche dich nicht zu enttäuschen! Nein, irrsinnig viel. Ich könnte jetzt nicht sagen, das und das und das ist mir genauso wirklich passiert, aber jedes einzelne Puzzleteil stammt aus meinem Leben. Ich bin nicht Adam, auch wenn viele mich in ihm sehen. Ich bin Adam und Coralie und Madame Porzellan und Yannick und Marc … Jede Figur trägt gute und schlechte Eigenschaften von mir in sich, welche das sind werde ich hier lieber nicht verraten. Aber ich glaube, das macht sie auch sehr menschlich. Oder wie siehst du das?

Die Figuren werden, gerade durch ihre Widersprüche, sehr lebendig. Gerade Coralie, die mit ihrem Sarkasmus auch allzu romantische Anflüge bricht. Der Stil des Romans ist ja schon als poetisch, schnörkelig, bildgewaltig, blumig oder verträumt bezeichnet worden. Wie würdest Du selbst ihn beschreiben? Ist es „Dein“ Stil, oder habe andere Texte von Dir einen anderen Charakter?
Kitschig hast du in deiner Aufzählung vergessen, als kitschig wurde er auch schon bezeichnet. Ich weiß
nicht so genau. Ich würde niemals bestreiten, dass Der Klub der Ungeliebten die Stulle sehr dick mit Pathos bestreicht. Ich fand es einfach angebracht, auch angesichts der besonderen Charaktere, die ich geschaffen hatte, die Welt um die Figuren so sinnlich und detailliert wie möglich zu beschreiben. Ich bin ein Mensch, dem bereits Bäche über die Wangen laufen, wenn er mit seinem besten Freund einen Sonnenaufgang am Meer beobachtet. Aber auch für Menschen, die nicht super-feinfühlig sind, wie Coralie, gibt es Momente im Leben, in denen sie plötzlich die imaginäre Brille auf die Nase gesetzt bekommen und Dinge völlig intensiviert und klar in Form und Farbe wahrnehmen. Na, von welchem Zustand rede ich, hm? Die Welt ändert sich nicht, auch nicht, wenn wir uns verlieben, aber wir selbst ändern uns, und unser Blick für all das Schöne und Hässliche um uns herum. Ich denke es wird eine Art Berufskrankheit bleiben. Meine Texte werden wohl immer eher sanft, als hart sein, eher streicheln als kratzen, aber auch eher die Tiefen und Höhen kartographieren, als die Oberfläche.

Gibt es Vorbilder, Autoren, die Dich in der einen oder anderen Weise beeinflusst haben?
Andreas Steinhöfel ist ein Jugendbuchautor, der mit Die Mitte der Welt ein ganz umwerfendes Coming-of-Age-Buch geschrieben hat. Er hat mich stark inspiriert, ebenso wie Gilbert Adairs Buch Träumer oder Janet Fitch, ich liebte Weißer Oleander.

Da muss ich lächeln, denn Die Mitte der Welt ist auch eins meiner Vorbilder – ich habe es gleich nach Erscheinen gelesen. Gibt es einen besonderen Ort für Dich, an dem Du gerne schreibst, oder der Dich zum Schreiben inspiriert?
Seltsamerweise schreibe ich immer an neuen Laptops wahnsinnig gut und motiviert. Es sieht also so aus, als ob immer erst mein aktueller Arbeitsplatz verrecken muss, bevor die Ideen sprudeln können. (lacht) Nein, eigentlich gibt es so einen Ort nicht. Ich trage oft ganz klassisch eine Kladde mit mir herum, in die ich immer alle möglichen Ideen oder Satzfetzen kritzeln kann, wenn ich wieder in der Bahn unterwegs bin und ausschweifende Dialoge mit mir selbst führe. Ansonsten finde ich Musik beim Schreiben ganz inspirierend.

Wird man auch noch weitere Kurzgeschichten von Dir lesen können? Welchen Stellenwert haben Sie für Dich im Vergleich zu Romanen?
Naja, eine aktuelle Kurzgeschichte, auf die ich nebenbei gesagt auch sehr stolz bin, ist im aktuellen Sammelband Mein Schwules Auge zu lesen. In Der Preis der Freiheit geht es um Bindungsangst. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft Verlage für mich und meine Geschichten interessieren kann.

Davon bin ich überzeugt. Kannst Du schon etwas über Dein nächstes Werk verraten? Worum geht es?
Oh Gott ja, ich bin schon super euphorisch. Es geht natürlich um Liebe. (lacht) Nein, also doch, aber es geht vorrangig um meine Generation, um die Generation junger Menschen in Berlin, um ihr Leben hier und ihren Lebensinhalt. Es wird thematisch ein bisschen ernster werden, um Abhängigkeiten und Süchte und Sehnsüchte gehen, um Musik, ums Nachtleben, aber auch um Freundschaft und das, was uns eigentlich alle auf unserer Suche nach unserer Identität verbindet. Natürlich bleibe ich mir selbst treu und der Leser darf sich auch dieses Mal auf eine Achterbahnfahrt schielender Metaphern und verkehrter Wortbilder freuen und natürlich auf romantische Liebe in ihrer schönsten Form – nämlich unerfüllt.

Das klingt spannend! Und wann soll es erscheinen?
Von mir aus noch dieses Jahr. Ich bin gerade am Feintuning. Hab also das Manuskript praktisch in der Schublade liegen, aber es hat noch keiner vollständig gesehen. Ich habe ein paar sehr gute Freunde, die meine Werke auf Herz und Nieren prüfen, und mir auch sagen, wenn etwas richtig gequirlte Scheiße ist. Die Meinung dieser Leute ist mir sehr wichtig und ich würde niemals bei irgendeinem Verlag klopfen, ohne ihre Zustimmung zu haben. Und dann gibt es da auch noch ein paar Menschen, deren Segen ich für das Projekt gern einholen möchte, weil ich das Gefühl habe, das bin ich diesen Personen schuldig.

Ich freue mich darauf und wünsche Dir viel Erfolg!

Website zum Buch: http://dennisstephan.wix.com/klubderungeliebten

Montag, 9. Juni 2014

Autoreninterview mit Jobst Mahrenholz

Hier das zweite Autoreninterview mit meinem lieben Verlagskollegen und italophilen Gleichgesinnten.

Jobst Mahrenholz hat unter anderem als Friedhofsgärtner, Putzhilfe, Café- und Hochzeitskellner, Postbote, Barkeeper, vor allem aber als freier Künstler gearbeitet. Das Studium mit den Schwerpunkten Literatur und Kunst prägte seine Liebe zur Bildenden Kunst und zur Sprache in Schrift und Wort. Schon während einer achtjährigen Tätigkeit als leitender Rundfunkredakteur arbeitete er nebenher als freier Autor im Hörspielbereich. Seit 2009 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben von Büchern. 2014 erschienen von ihm im Dead soft Verlag Il Gusto di Lauro - Lucas Rezepte, sowie Herzberührer, die er zuvor schon im Selbstverlag veröffentlichte. Daneben eröffnete er mit Jasper Acri - Operation "Stilles Tal" eine Krimireihe.


Wie lange schreibst Du schon und warum hast Du damit angefangen?

Ich schreibe seit meinem 13. Lebensjahr und ich glaube, in dem Alter fragt man nicht nach dem Grund – man tut es einfach. Ich war ein Einzelgänger – hatte viel Zeit für mich. Vielleicht darum.

Wie lange hast Du an Deinen Romanen geschrieben und wie oft hast Du sie überarbeitet?

Oje, ich bin langsam. An 'Luca' habe ich ein knappes Jahr geschrieben. Aber vor allem die unzähligen
Überarbeitungen waren es, die dann insgesamt über zwei daraus gemacht haben. Viel zu lang! Da gab es einiges für mich zu lernen. Beim 'Herzberührer' habe ich meinen Arbeitsstil dann komplett umgebaut, die Korrektur in den Schreibprozess eingebunden. Das hat sich bewährt und die Arbeitszeit deutlich verkürzt.

Was möchtest Du mit deinen Geschichten erreichen?

Das, was auch ich von einem guten Buch erwarte: Ich möchte entführt, zum Nachdenken angeregt oder einfach gut unterhalten werden. Wenn meine Bücher das schaffen, ist das Ziel erreicht.
Es gibt Leserinnen, (Es sind überwiegend Frauen, die meine Geschichten lesen) die mir schreiben, dass sie berührt sind, von dem, was ich da geschrieben habe. Es hat sich aber auch mal ein Italiener bei mir gemeldet, der sich in meinem 'Luca' wiedergefunden hat. Es ist unglaublich schön, das mitzubekommen.

Die beiden Lauro-Romane sind sehr umfangreich und erzählen eher ausschweifend und detailfreudig. „Jasper Acri“ hat einen gänzlich anderen Stil. Wie kommt es zu diesen Unterschieden und welcher Stil ist Dein Favorit?

Die Lauro-Romane (super Beschreibung übrigens!) sind Bücher, die ich schreiben musste. Jasper wollte ich schreiben. So erkläre ich das immer.
Im 'Luca' geht es um relevante Dinge. Ein Coming-out in Italien zum Beispiel, keine einfache Sache. Es geht um die Haltung zur Kirche, ums Verlassen sein, erwachsen werden. Ängste, Mut, Selbstfindung – das ganze Paket.
Im Jasper geht es um – nichts!
Was so natürlich nicht stimmt. Es geht um Sprache, Leidenschaft, ein großes Herz und das Recht selbstverliebt durchs Leben zu gehen. Und es geht um Emma Peel, denn Jasper ist als Hommage an meine Kindheits-Heldin gedacht. Aber Jasper ist im Gegensatz zu Luca eine Parodie.
Die Lauro-Romane sind ein Fünf-Gänge-Menue. Jasper ist die Praline für zwischendurch. So wird es vielleicht deutlich. Ich liebe sie beide gleichermaßen, auf ihre Weise.

Deine Romane spielen alle in Italien. Was verbindet Dich mit diesem Land?

Wo fange ich da an? Mit sechzehn war ich das erste Mal dort. In der Toscana. Danach war alles anders für mich. Tatsächlich habe ich mich in Deutschland noch nie so heimisch gefühlt, wie dort. Die Architektur, die Sprache, (die ich nicht beherrsche), das Klima, der Lebensrhythmus, die Gerüche und nicht zuletzt die Küche, all das 'verstehe' ich dort. Es hat was mit mir zu tun. Hier verstehe ich es nicht. Ich stehe vor einem Gebäude, sitze vor einem gefüllten Teller, spanne meinen Regenschirm auf und all das ist mir vertraut – aber ich verstehe es nicht wirklich.
Meine Adoptiv-Mutter war zu einem viertel Italienerin – vielleicht spielt das mit hinein. Aber ich glaube eher nicht. Sie war selbst nur zweimal da.

Was sollte man sich in Italien nicht entgehen lassen – irgendwelche Geheimtipps?

Die Marken! Es gibt eine kleine, alte Wassermühle in den Marken, nahe Fano, wo man von einer Familie ökologisch bekocht wird. Du sitzt da zwischen gefühlt hundert Katzen, und sie servieren dir dort sechs bis sieben Gänge. Auswählen kannst du nicht. Jeder bekommt das selbe, zur gleichen Zeit. Wein und Wasser stehen automatisch auf dem Tisch. Und wenn es auf einmal anfangen sollte zu regnen, dann sitzt du bei denen im Wohnzimmer, zwischen Büchern und Bildern und es geht weiter. Die machen dich glücklich da! Derlei Restaurants gibt es einige dort. Danach sollte man sich vor Ort erkundigen.
Und Urbino sollte man gesehen haben. Wer die Kunst der Renaissance liebt, muss nach Urbino - La Città Ideale!

Was bedeutet der Wechsel vom Selbstverleger hin zu einem Verlag für Dich?

Ich hatte großes Glück, dass der Dead soft Verlag auf mich zugekommen ist. Hinter mir lag die übliche Odyssee von Manuskripteinreichung und den darauf folgenden Absagen – wenn überhaupt. Mach es halt selbst, hab ich mir schließlich trotzig gesagt und es dann getan.
Als Simon vom Dead soft Verlag auf mich zu kam, war ich zunächst misstrauisch. Dafür war einfach zu viel passiert. Aber ich habe 'ja' gesagt.
Nun erlebe ich auf einmal – Zusammenarbeit! Das ist ganz groß. Damit hatte ich auch nicht gerechnet.
Ich bin nicht so der Einzelkämpfer-Typ. Im Team funktioniere ich gut, aber Selbstvermarktung und die dazugehörige Organisation liegen mir nicht. Der Wechsel zu Dead soft hat enorme Energien bei mir freigesetzt. Ich kann jetzt einfach arbeiten!


Erzähle doch etwas zur Covergestaltung Deiner Romane.

Im Selfpublishing machst du ja alles selbst, also auch das Cover. Da die 'Lauro-Reihe' zu Beginn nur als Ebook bei epubli erschien, habe ich markante schwarz/weiß Grafiken angefertigt, die auch auf Fingernagelgröße gut auszumachen sind. Ich komme auch ein wenig aus der Grafik, muss man dazu wissen. Als ich dann mein erstes, professionell gestaltetes Cover durch den Verlag vor mir sah, musste ich schlucken. Das war genau das, was ich wollte.
Jasper hingegen habe ich komplett selbst gestaltet. Ich bin nach wie vor künstlerisch aktiv – im Bereich Scherenschnitt. So was gibt es da zu sehen. Ich liebe das Uhren-Cover. Klar, es ist wie eine Visitenkarte für mich. Und es transportiert den Humor, der einen beim Lesen erwartet, hoffe ich zumindest.

(Die Lauro-Cover wurden von Daylinart gestaltet)

Ist das Schreiben für Dich Hobby, Beruf oder Berufung?

Es ist mein Beruf! Ich stehe morgens um neun Uhr auf und setze mich mit einem Caffè an die Arbeit. Gegen ein Uhr esse ich etwas und gegen 18 Uhr Speicher ich das letzte mal ab. Das heißt aber nicht, dass ich die ganze Zeit schreibe. Ein ganz großer Teil geht bei mir für Recherche drauf. Wenn 'Luca' im Hochsommer gegen halb sechs durch die Dämmerung geweckt wird, dann ist das so! Dann geht an dem Tag um diese Zeit die Sonne auf. 10 Jahre Nachrichtenredakteur beim Rundfunk haben so ihre Nebenwirkungen :)

Im Juni erscheint ein Neuauflage Deines Romans „Herzberührer“. Was dürfen wir dann noch in nächster Zeit von dir erwarten?

Gerade habe ich einen 50 Seiten starken Beitrag zu einer Anthlogie ins Lektorat geschickt. Dead soft plant zum 15 Jährigen Verlagsjubiläum ein Buch rauszubringen, dessen Verkaufserlös einem Coming-out-Projekt zugute kommen soll. Ein tolle Sache!
Und mit Jasper geht es weiter. 'Das Geheimnis der MS Scarpa' ist zu einem Drittel geschrieben und kommt im Sommer bei Tredition auf den Markt. Sieben Bände sind insgesamt in Planung. Dann bin ich in Italien und werde mich dort einem neuen Projekt stellen. Vage Ideen existieren schon. Italien besorgt dann den Rest.



www.jobstmahrenholz.de

Freitag, 9. Mai 2014

"Narben" von Paul Senftenberg

Narben ist der dritte Roman des Autors Paul Senftenberg. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Thomas, der mit seiner Mutter nach dem Tod des Vaters vom Land in die Stadt gezogen ist. Seine Mitschüler hänseln ihn und er ist noch nicht über den Verlust des Vaters hinweg.
In dieser Situation bricht er in einen leerstehenden Bungalow ein, verbringt dort seine Tage und beschäftigt sich im Garten.
Dabei wird er von einem Jungen beobachtet, über den man erst nur Bruchstücke erfährt. (Da am Anfang noch ein weiterer Junge eine Rolle spielt, ist das etwas verwirrend).

Es dauert lange, bis die beiden Jungen, Thomas und Jakob, sich überhaupt begegnen und näherkommen dann fühlt man das Sehnen zwischen ihnen mit und erwartet gespannt, dass sie die Distanz zwischen sich überbrücken.
Der Autor zeigt viel Einfühlungsvermögen für die jugendlichen Protagonisten, ihre Sehnsüchte und Probleme. Er kleidet die Geschichte in stimmungsvolle, poetische Bilder ohne Kitsch. Der Bungalow und sein Obstgarten erscheinen als ein fast traumhafter, abgeschottete Ort im Kontrast zur Schule und Elternhaus.

Ab der ersten Seite haben mich die klaren präzisen Sätze in ihren Bann gezogen. Der Stil hat etwas nüchternes, beobachtendes und findet trotzdem zu einer ganz eigenen Schönheit und Zärtlichkeit.

Wie schon bei „Eine ganz andere Liebe“ stammt das Cover-Motiv von dem Maler Martin-Jan van Santen und passt wunderbar zum Buch. Ein echter Hingucker, der sich von dem üblichen Einheitsbrei abhebt.

Wohl das intensivste, vielleicht auch das ausgereifteste Buch des Autors. Auf mehr darf man gespannt sein. 

Mehr über den Autor im Interview

Donnerstag, 6. März 2014

Autoreninterview mit Paul Senftenberg

In loser Folge plane ich auf meinem Blog Autorinnen und Autoren zu interviewen. Ich freue mich sehr, dass mein lieber Autorenkollege Paul Senftenberg den Anfang macht - mit einem wie ich finde sehr interessanten Interview!
Übrigens habe wir uns über den Buchtrailer von Damals ist vorbei kennengelernt.

Über den Autor

Paul Senftenberg ist ein niederösterreichischer Autor und Lehrer. Sein erster Roman (unter diesem Pseudonym) - Damals ist vorbei - erschien 2009 im B. Gmünder Verlag. Es folgte 2013 Eine ganz andere Liebe (Himmelstürmer-Verlag). In wenigen Tagen erscheint sein dritter Roman Narben ebenda.
Kontakt zum Autor: paulsenftenberg@yahoo.de
www.paulsenftenberg.at

Interview


Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen und was hat Dich dazu gebracht?

Ich schreibe, solange ich denken kann¸ und könnte ohne Schreiben nicht sein. Meine Ideen kommen entweder aus mir selbst, meinen Gefühlen, Ängsten und Sehnsüchten, oder aus Beobachtungen aus meiner Umwelt, dem Kontakt mit anderen Menschen, aber auch mit Kunst, Fotografie, Filmen und Literatur. Ein wacher Mensch mit dem Drang zu schreiben, wird dazu immer Anregungen finden.

Was bedeutet Dir am meisten beim Schreiben?

Dass es mir gelingt, die Bilder, die mir im Kopf herumgehen, in Worte zu fassen, in Szenen, in Gespräche, die dann, wenn man sie liest, Sinn machen. Dass das alles dann zu einer Geschichte wird, die Leser nachvollziehen können. Dass die Gefühle, die ich durch meine Figuren auszudrücken versuche, die ich ihnen sozusagen mitgebe und die mitunter eine Art Eigenleben entwickeln, nachfühlbar sind. Wenn das gelingt, wenn ich beim Lesen von Sätzen und Seiten, die ich geschrieben habe, das Gefühl habe, dass das etwas Wahres, etwas Glaubwürdiges ist, dann ist mir etwas gelungen, und das macht mich dann wirklich froh.

Wie lange hast Du an deinen Romanen geschrieben?

Die Ideen gehen mir immer ziemlich lang, oft Jahre, im Kopf herum. Da gibt es dann Notizen en masse, oft auch recht genaue Planungen der Kapitel und ihrer Inhalte. Wenn ich das Gefühl habe, jetzt passt es und auch der erste Satz steht, fließt die Geschichte eigentlich recht rasch aufs Papier. Der erste Satz muss stimmig sein, ich habe einmal drei Jahre für einen ersten Satz gebraucht, aber passt er, dann habe ich in ungefähr zwei Monaten das Manuskript fertig (aber meine Bücher sind ja grundsätzlich keine allzu dicken; meistens kriege ich von Lektoren die Anregung, doch das eine oder andere Kapitel noch dazuzuschreiben, was der Tiefe der Charakterzeichnungen oft ziemlich gut tut). Jedenfalls denke ich in der Schreibphase fast nur an die Geschichte und träume auch davon - und bin dann echt erleichtert, wenn die Arbeit des Schreibens getan ist, die ich oft als extrem anstrengend empfinde.

Wie nahe sind Dir deine Figuren?

Wären sie mir nicht sehr nah, dann würde ich nicht soviel Herzblut aufwenden, um ihre Geschichten aufzuschreiben. Wobei keiner meiner Charaktere mit mir gleichzusetzen ist; aber in vielen von ihnen steckt ein kleines Stück von mir, oder ein kleines Stück von dem, wie oder was ich gern wäre, so wie von anderen Menschen natürlich auch.

Gibt es Autoren oder Bücher, die Du als Vorbilder für Dich bezeichnen würdest?

Ich liebe die Bücher von so unterschiedlichen Autoren wie John Irving, Patricia Highsmith, Gabriel Garcia Marquez, Flannery O’Connor, Josef Holub, Roald Dahl - aber sind das Vorbilder? Vielleicht die Präzision des Ausdrucks, die bewundernswerte Klarheit des Stils des schwedischen Jugendbuchautors Mats Wahl. Ich erinnere mich, dass ich als Sechzehnjähriger zu Weihnachten ein Buch von Bodo Kirchhoff geschenkt bekommen habe, seine „Mexikanische Novelle“. Das hat mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen – was Sprache auszudrücken vermag! Ich möchte nicht überheblich klingen, aber Vieles, das als schwule Literatur herauskommt, ist mir zu platt. Faszinierende Ausnahmen stellen etwa „Ruf mich bei deinem Namen“ von André Aciman oder „Der perfekte Kellner“ von Alain Claude Sulzer dar, „Eine italienische Liebe“ und „Sein Bruder“ von Philippe Besson haben mich auch sehr berührt, die Bücher von David Leavitt und Peter Cameron stechen ebenfalls aus der Masse hervor. Ein ganz besonderes Buch ist auch Christine Wunnickes „Missouri“, die vielleicht traurigste und schönste schwule Liebesgeschichte überhaupt. Und da sind natürlich auch deine Geschichten, Jana, und das sage ich ganz ehrlich, dass ich mich auf jedes neue Buch von dir freue: diese Ruhe, diese Gelassenheit, diese Beschreibung inniger menschlicher Nähe ohne Kitsch.

Sommer, Natur, Jugendliebe, Filme … Welche Themen und Motive tauchen in Deinen Büchern noch/immer wieder auf?

Du nennst die wichtigsten, sie bilden sozusagen den Hintergrund für meine Geschichten oder haben mit Details zu tun. Mein großes Thema scheint aber die Entscheidung zwischen den Möglichkeiten zu sein, die einem das Leben bietet. Das Gedicht „The Road Not Taken“ von Robert Frost schildert dieses Dilemma auf schmerzhaft-schöne Weise: welchen Weg sollen wir einschlagen, den offensichtlicheren, leichteren, oder den „less taken“. Mein Roman „Damals ist vorbei“ schildert, wie zwei Männer versuchen, eine Entscheidung, die sie zwanzig Jahre zuvor getroffen haben, rückgängig zu machen, was nicht so einfach ist, sobald auch andere Menschen davon betroffen sind und vielleicht sogar darunter leiden. Dieses Thema, den Mut zu finden, zu sich selbst zu stehen und sich selbst treu zu sein, möglichst ohne andere allzu sehr zu verletzen, dieser „impossible dream“, wird auch der rote Faden meiner nächsten Bücher sein.

Stammen die Titel Deiner Romane von Dir oder hat dort der Verlag mitgeredet?

Ich musste schon oft Diskussionen bezüglich meiner Titel erleben. „Damals ist vorbei“ hieß zum Beispiel eigentlich „Der Friedhof der Namenlosen“, doch dieser Titel war dem Bruno Gmünder-Verlag zu düster. Bei den anderen Büchern konnte ich mich aber durchsetzen. Ich denke, dass Verlage mehr auf den Instinkt der Autoren hören sollten, denn irgendwelche Marketingideen immer wieder zu kopieren, bringt nichts als Büchertische mit total austauschbaren Büchern.

Die Cover Deiner letzten beiden Romane zeigen Gemälde von Martin-Jan van Santen, die ich sehr passend finde. Kannst Du etwas zu dem Künstler und der Wahl der Bilder sagen?

Die Auswahl der Covermotive geht in dieselbe Richtung wie die Titel, von denen ich vorhin gesprochen habe. Derzeit schauen alle skandinavischen Krimis gleich aus, und auch sehr viele schwule Bücher ähneln einander wie ein Ei dem anderen. Die Models und Motive haben dann nichts oder kaum etwas mit der Geschichte des Buches zu tun; ganz schlimm sind im Moment diese kopflosen Muskeltorsi, die in Mode zu sein scheinen. Völlig daneben empfinde ich auch leider das Cover meines Buches „Damals ist vorbei“ - diese beiden Coverboys haben mit den Charakteren im Buch absolut nichts gemein. Aber mal sehen: Das Buch ist im Moment ausverkauft, vielleicht gibt es ja in einem anderen Verlag eines Tages eine Neuauflage mit einem passenderen Cover. Was ich mich oft frage: Verstehen die Verlage nicht, dass niemand ein Buch, das so aufgemacht ist, ernst nehmen kann? … Zu Martin-Jan, einem wunderbaren niederländischen Maler: Ich bin beim Surfen im Internet durch Zufall auf seine Homepage und die tollen Gemälde gestoßen und war hin und weg: Sie zeigen Szenen, Personen, Situationen, die direkt aus meinen Geschichten stammen könnten. Wir arbeiten in diesem Sinne offenbar in zwei unterschiedlichen Medien auf einem sehr ähnlichen Level der Empfindungen. Jedenfalls habe ich ewig überlegt und mir dann ein Herz genommen und Martin-Jan eine Mail geschrieben. Er hat sofort zugestimmt, dass wir seine Bilder als Covermotive verwenden dürfen. Ich bin froh, dass ich auch den Verleger von Himmelstürmer von dieser Idee überzeugen konnte, die für den Verlag ganz neu und nicht erprobt war. „Eine ganz andere Liebe“ und „Narben“ sind ja in der Reihe „Junge Liebe“ erschienen, und ich denke, dass Martin-Jans Coverbilder, die die Stimmung der Geschichten perfekt vermitteln, sie zu einer eigenständigen Einheit in dieser Reihe machen.

Deine Romane spielen in Österreich, (wie) beeinflusst dieses Land Dein Schreiben?

Ich bin im niederösterreichischen Waldviertel geboren und lebe und arbeite in der Region des Wald- und Weinviertels. Ich kenne die Kleinstädte und Dörfer und Menschen hier, sie bilden das Umfeld für meine Geschichten. Ich kann nur beschreiben, was ich kenne, und ich denke, dass dieses genau geschilderte Setting einen Hintergrund herstellt, der die innere Glaubwürdigkeit meiner Erzählungen und ihrer Figuren unterstützt. Was ich mir in Hinblick auf deutsche Verlage wünschen würde: Dass die Art und Weise, wie hier gesprochen und geschrieben wird, das österreichische Idiom also, als gleichberechtigte sprachliche Variante des Deutschen mehr respektiert wird, als es jetzt der Fall ist. Ließe man die Lektoren so einfach schalten und walten, würden meine Figuren im Weinviertel Norddeutsch sprechen. Das sind Knackpunkte im Prozess der Lektorierung, da kämpfe ich zuweilen um jedes Wort.

Ist das Schreiben für Dich Hobby, Beruf oder Berufung?

Laut Finanzamt ein Hobby, weil, wie Du sicher weißt, damit nicht viel zu verdienen ist. Ich habe einen Brotberuf, der mir Gott sei Dank sehr viel Freude macht. Und Berufung? Das ist vielleicht zu pathetisch ausgedrückt. Ich schreibe, weil ich ohne Schreiben einfach nicht leben will und kann, und weil es mir ein unbändiges Wohlgefühl bereitet, etwas, das als vage Idee in meinem Kopf begonnen und allmählich Gestalt angenommen hat, schließlich als etwas so Herrliches wie ein fertiges Buch in Händen halten zu dürfen.

Was wäre für Dich eine Grund, mit dem Schreiben aufzuhören?

Mit dem Schreiben: keiner. Mit dem Veröffentlichen: Wenn der Kampf mit den Windmühlen der veränderten Titel und Cover und der Sprache zu nervig würde, dann schon. Ist aber im Moment Gott sei Dank nicht der Fall.

Ich mag es ja gerne, wenn Bücher mit Zitaten beginnen (das scheint aus der Mode zu kommen). „Eine ganz andere Liebe“ ist das Zitat vorausgestellt: „You have no idea what I'd give to be normal“ (Du hast keine Idee, was ich dafür geben würde normal zu sein). Warum dieses Zitat?

Das sagt eine Figur in einem X-Men-Film, ich glaube, es ist der blonde Angel; das Problem, „anders“ zu sein (in diesem Fall eben ein X-Man), macht ihm extrem zu schaffen, besonders der Umstand, dass ihn sein Vater nicht akzeptieren will, wie er einfach ist. Michael, einer der beiden Hauptcharaktere des Romans, mag Gedanken wie diesen haben. Er ist seit Kindertagen mit Anna zusammen, sie ist seine Freundin, das Leben ist so, wie es sein sollte. Und dann ist da plötzlich dieser Junge, Daniel, in den sich Michael sozusagen auf den ersten Blick verliebt. Ist es ein Wunder, dass er verwirrt ist? Und die Gleichung hetero = normal, das geistert ja immer noch in vielen Menschen herum. Für Michael ist es ein schwieriger Prozess zu akzeptieren, dass er so ist, wie er eben ist, dass er Daniel liebt und deshalb wohl schwul ist – und dass das für ihn eben das Normale und gut ist … Übrigens habe ich „Narben“ ein Zitat aus John Irvings Roman „In einer Person“ (darin geht es um einen bisexuellen Mann) vorangestellt: „Nicht jeder hier versteht Menschen wie uns.“

Am 15. März erscheint Dein neuer Roman „Narben“. Bist Du schon mit einem neuen Projekt beschäftigt? Was können wir als nächstes erwarten?

Voraussichtlich Ende April/Anfang Mai soll die Novelle „Der Stammbaum“ im Verlag Homo Littera herauskommen, das ist mein literarisch bislang anspruchsvollster Text. Für nächstes Jahr ist im selben Verlag „Die Hände meines Freundes“ geplant, ein Roman, der weiter ausholt und die Entwicklung seiner Protagonisten in Bezug auf ihr Sich-Einlassen auf echte Liebe nachvollzieht. Und noch ein zweites Buch wird wahrscheinlich im kommenden Jahr herauskommen, etwas für mich ganz Neues, in dem ich meine beiden Leidenschaften, die Literatur und den Film, zu verbinden versuche; an diesem Projekt arbeite ich aber noch. Dass diese Bücher jetzt in so rascher Abfolge erscheinen, hat den Grund, dass die meisten Manuskripte lange Jahre in der Schublade lagen und kein Verlag sich dafür zu interessieren schien. Und dann, als ich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, ging alles Schlag auf Schlag. Das macht mich sehr glücklich.