Sonntag, 14. März 2021

Nachruf Björn Petrov

Eigentlich weiß ich nicht, wie ich beginnen soll - die Nachricht traf mich unvorbereitet. Am 20. Februar ist Björn Petrov verstorben, nur zwei Jahre nach seinem Mann Levi Frost. Er wurde 54 Jahre alt. Björn wurde in Rostock geboren und lebte u.a. in Berlin und Schottland.

Björn Petrov veröffentlichte drei Erzählungen (GOLEM, Gelb) selbstständig, sowie vier Kurzgeschichten in Anthologien. Darunter Bloody Summer in der von mir herausgegeben Anthologie Sein schönster Sommer. Das Buch ist nun mittlerweile dem Gedenken an drei Menschen gewidmet (auch Kai Brodersen und Levi Frost). Björn sah sich zuerst (und das hat sich später auch nur wenig gewandelt) nicht als Autor. Seine wenigen Texte zeigen großes Talent und Können. Nach dem Tod seines Mannes schrieb Björn zwar noch, aber nur für sich.

Ich weiß nicht mehr, wie und wann ich Björn kennenlernte, persönlich trafen wir uns nie. Über die Jahre schrieben wir uns zahlreiche Nachrichten, mal mehr, mal weniger häufig. Mal über die Buchwelt, mal persönlicher. Ich hatte die Ehre, dass er meine Texte schätzte. Ich habe Björn als einen intelligenten, humorvollen und warmherzigen Menschen kennengelernt. Auch wenn wir uns nie persönlich trafen, so habe ich doch einen Freund verloren. Den zweiten. Never forget.


 

Kommentare:

  1. Ich hab es gerade gesehen - sorry, dass ich gerade hier nicht "ordentlich" gearbeitet habe, liebe Jana. So sollte es werden:

    Hallo Jana,

    ich bin fassungslos. Das kann doch alles gar nicht mehr sein, jetzt auch noch Björn Petrov.

    Ich mag sie, seine Texte und Geschichten - ein wunderbarer Autor mit feinsinnigen und tiefgründigen Texten - ein herber Verlust.

    Ich hoffe auf Levis "Irgendwann", auf dass sie sich irgendwo im Universum wiederfinden werden.

    Danke, liebe Jana, dass du Levi und Björn nicht vergisst.

    Jamamashid

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  2. (Kein Problem, wirklich nicht schlimm) Danke für Deine Worte, liebe Jamamashid! Auch Du vergisst nicht!

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  3. Ich habe das gerade erst gelesen und bin ziemlich geschockt. Ich habe sowohl Björns als auch Levis Texte unheimlich schön gefunden. Persönlich habe ich keinen der beiden gekannt, doch es ist unvorstellbar traurig.
    Ich hoffe auch, sie finden sich wie in Levis wundervollem Werk wieder.
    Mein Beileid, ich kann es gerade kaum glauben.

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