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Sonntag, 21. Juni 2020

Spende Levi Frost

Bei der Online-Lesung aus dem Buch von Levi Frost wurde auch um Spenden für eine Organisation gebeten, die er selbst unterstützt hat. Nun erreichte mich eine Spende zur Weiterleitung. Den Betrag habe ich natürlich im Gedenken an Levi Frost der British Heart Foundation zukommen lassen.

Ich finde es sehr rührend und besonders, dass es Menschen gibt, die soviel Engagement zeigen und mit ganzem Herzen dabei sind.
Vielen lieben Dank!

Das signierte Buch, welches zur Verfügung gestellt wurde, ist kein persönlich signiertes Exemplar, es ist neutral, dh. nicht an eine bestimmte Person signiert. (Die Coverdesignerin behält selbstverständlich das für sie persönlich signierte.)
Darum bitte ich den edlen Spender, sich bei mir zu melden, denn ich finde wirklich, dass ihm - auch als treuem Fan - dieses Buch zugehen sollte. (Meine Mail-Adresse steht im Impressum.)


Dienstag, 16. Juni 2020

Video Online-Lesung Levi Frost

 

Am 12. Juni las ich in der Reihe #allabendlichqueer aus dem Werk des viel zu früh verstorbenen Levi Frost.
Es war intensiv und schön und besonders! Danke an alle, die dabei waren. Über die viele positive Resonanz freue ich mich sehr. Verdient haben sie Levis Worte.

Das Buch ist hier erhältlich: https://www.amazon.de/Gestern-morgen-heute-Begebenheiten-Strudel-ebook/dp/B07LFN5876/


Mein Dank geht wieder an Gerd Bräutigam und die Literatunten für die Organisation. Am 12. Juli kann man man mich noch einmal mit einem eigenen Text erleben.

 

Dienstag, 9. Juni 2020

Online-Lesung Levi Frost

Am 12. Juni lese ich noch einmal in der Reihe #allabendlichqueer, allerdings nicht aus einem eigenen Werk sondern aus dem Buch von Levi Frost "Gestern, morgen, heute - Begebenheiten im Strudel der Zeit". Für mich ein besonderes Buch und ein besonderes Ereignis!



Damit bitte ich auch um spenden für eine Organisation, die Levi Frost selbst am Herzen lag - die British Heart Foundation: https://www.bhf.org.uk/


Und nun das Highlight: die ganz wunderbare Coverdesignerin besitzt ein von Levi Frost neutral signiertes Exemplar, welches Sie zur Verfügung stellen möchte - gegen Beleg der Spende an diese Organisation (mind. in Höhe des Buchpreises) geht es an den/die Glückliche*n. (Kontakt stelle ich gerne her).
Ich freue mich, Euch bei der Lesung zu sehen! Organisiert wieder von Gerd Bräutigam und den Literatunten - hier findet Ihr den Link zur Lesung und die technischen Infos: https://literatunten.de/allabendlichqueer-im-juni/

Donnerstag, 21. Februar 2019

Nachruf 2


Am 11. Februar veröffentlichte ich einen kurzen Nachruf über meinen lieben Autorenfreund Levi Frost, der am 8. Februar verstorben ist.
Ich bin immer noch traurig und zunehmend enttäuscht.

Vielleicht erwarte ich zu viel. Nur wenige haben ihn über "da war dieser Text in der Anthologie" hinaus gekannt. Und auch das waren nicht viele. (Obwohl Anthologie wie Mein schwules Auge und In seiner Hand ein größeres Publikum erreicht haben.)
Ja, er lebte zurückgezogen. Er war nicht persönlich präsent. Er war nicht immer und nicht laut präsent. Aber alle, die ihn ein Wenig kannten, werden ihn in präsenter Erinnerung behalten.

Ich gebe zu, ich bin enttäuscht von den Reaktionen im allgemeinen und den Nicht-Reaktionen einiger Menschen im Speziellen. Ich habe mich sogar von Facebook zurückgezogen, so sehr hat es mich getroffen. Langsam kehrt bei mir wieder Normalität ein, das Leben muss weitergehen, wie man sagt. Es wird Frühling, ein Frühling, den Levi nicht mehr erlebt hat.

Lest wenigstens sein Buch. Begegnet einem klugen Autor und einem liebenswerten Menschen. Wenn euch das Nachwort nicht berührt, dann weiß ich auch nicht. Wenn ihr den Nachruf seines Mannes lest und er euch nicht berührt, dann solltet ihr auf die Suche nach eurem Herz gehen.

Montag, 11. Februar 2019

Nachruf Levi Frost

Am 8. Februar ist der Autor Levi Frost im Alter von nur 49 Jahren verstorben. Levi veröffentlichte eine Reihe von Kurzgeschichten und Gedichten in Anthologien, darunter in Mein schwules Auge 11-13 (Konkursbuch), In seiner Hand & Kräutercode (Incubus) und Queerlyrik (Geest).


Einen Roman fertigzustellen war ihm nicht vergönnt. Im Dezember 2018 veröffentlichte er sein Œu­v­re in einem eigenen Buch: Gestern, morgen, heute - Begebenheiten im Strudel der Zeit vereint publizierte und bisher unveröffentlichte Texte. Es zeigt einen talentierten und ausgereiften Autor, dessen Schaffen leider Grenzen gesetzt waren. Man kann nur erahnen, was wir versäumen, hätte er mehr Schreiben oder publizieren können.

Ich hatte die Ehre, ihm mit diesem Buch zu helfen. Auch in der von mir herausgegebenen Anthologie Sein schönster Sommer war er vertreten. Außerdem waren unsere Texte in drei weiteren Anthologien zusammen.
Von Zeit zu Zeit pflegten wir uns auszutauschen, gerade zum Entstehen seines Buches noch einmal intensiv. Obwohl ich Levi nicht persönlich kennenlernen konnte, habe ich doch das Gefühl, einen Freund verloren zu haben. Ein lieber, kluger und besonderer Mensch ist von uns gegangen. Ich bin sehr traurig und werde ihn vermissen.

Levi Frost hinterlässt seinen Mann und seinen Partner.





Sonntag, 23. Dezember 2018

Gestern, morgen, heute von Levi Frost

Noch kurz vor Weihnachten erschien das erste eigenständige Buch von Levi Frost: Gestern, morgen heute - Begebenheiten im Strudel der Zeit.
In die titelgebenden Abschnitte ist es auch unterteilt.
In diesem Buch vereint Levi Frost sowohl bereits in diversen Anthologien veröffentlichte Geschichten (Mein schwules Auge/ Konkursbuch, In seiner Hand/ Incubus, Queerlyrik/ Geest u.a.) und bisher unveröffentlichte Texte. Dazu kommen einige Gedichte. Es handelt sich um Gegenwartstexte, (DDR)-Vergangenheit, Science-Fiction und erotische Geschichten.

Das Werk bietet einen Überblick über sein literarisches Schaffen, gleichzeitig ist es erstaunlich, wie sich Texte, die über einen längeren Zeitraum entstanden sind und unterschiedliche Genre bedienen, zu einer Einheit formen.
Levi Frost zeigt sich hierin als Könner der Kurzgeschichte und auch die Gedichte wissen selbst Lyrik-Muffel (bin ich irgendwie) zu überzeugen!

Einige Zitate, damit ich hier nicht nur Behauptungen aufstelle:


Am Meer riecht es nach Freiheit, sagt man. Es gibt Leute, die behaupten, es stinkt nach Schlick und altem Fisch. Im Frühjahr 1988 roch der Wind über der Ostsee für mich nach Dauerwell-Lö­sung, Rondo-Kaffee und Schokolade aus dem Inter­shop. Wenn er von Westen kam, manchmal nach Stillstand und Resignation. (Nacht am Meer)

 ***
Es riecht nach Spei­chel und Dringlichkeit, erinnert mich dunkel an lan­ge vergangene Spielereien mit Tentakeln, an einem Ort jenseits der Milchstraße.
Nebenbei schließt du die Arme um mich, eng, holst Schwung und legst mich aufs Kreuz. »Lass uns rumsauen«, flüsterst du atemlos. (Einmal Unendlichkeit und zurück)

***
Eines Tages, in einem Leben nach diesem
lege ich meinen Mund auf deine harte, nackte Brust
und atme deinen Herzschlag.
(Irgendwann)

Man kann das Buch auf jeder beliebigen Seite aufschlagen, und wird solche einprägsamen, klaren Sätze finden.
Für das Lektorat zeichnet Devin Sumarno verantwortlich, die auch zwei der Geschichten mitgeschrieben hat. Der Buchumschlag wurde von Manu Ancutici gestaltet. Und ich hatte die Ehre den Buchsatz zu gestalten.
Weder inhaltlich noch in der Ausstattung muss sich das Buch vor einer Verlagsveröffentlichung verstecken. Für alle, die ausgereifte schwule Literatur schätzen genau das Richtige.


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